„Das Gehirn mag Routine, aber es liebt Herausforderungen.“
Dieser Satz gilt nicht nur für das Gehirn – er beschreibt ein Grundprinzip des Lebens.
Alle Strukturen, ob Nervenzellen, Faszien oder Muskeln, brauchen Herausforderung, um zu wachsen.
Nur was sich immer wieder leicht verändert, kann lebendig bleiben.
Doch wir neigen dazu, das, was wir mäßig können, zur Routine werden zu lassen.
Damit stabilisieren wir nicht die Qualität, sondern unsere Ungenauigkeiten.
Oder, wie Ursula Breul es treffend formuliert hat:
„Es nutzt nichts, schneller zu werden, wenn die Richtung nicht stimmt.“
Was ist gut?
Etwas wird gut, wenn wir es gut machen – mit Aufmerksamkeit, Zeit und Hingabe.
Eine Bewegung wird nicht durch Wiederholung besser, sondern durch bewusste Wiederholung.
Wenn wir uns auf Qualität konzentrieren, entsteht allmählich eine neue Routine – eine, die uns stärkt und stabilisiert.
So wird aus Herausforderung Können, und aus Übung entsteht Leichtigkeit.
Eine kleine Übung
Die liegende Acht (Lemniskate)
Zeichne mit der Hand oder einem Stift eine liegende Acht – langsam, gleichmäßig, aus dem Handgelenk.
Beobachte, wie sich die Bewegung anfühlt:
- Wird sie runder, wenn du den Atem fließen lässt?
- Bleibt sie gleichmäßig, wenn du die Hand wechselst?
- Was verändert sich, wenn du das Tempo leicht steigerst?
Bleibe einen Moment bei dieser einfachen Bewegung.
Es geht nicht um Perfektion, sondern um das Erleben der Ruhe in der Wiederholung.
Schlussgedanke
Qualität entsteht dort, wo Achtsamkeit und Bewegung sich begegnen.
Mit Geduld, Konstanz und Hingabe verwandelt sich Üben in Können –
und Bewegung wird zu einer Form von Selbstgestaltung.
„Etwas wird gut, wenn wir es gut machen.“